Wenn Sie sich für die Geschichte Eichendorfs interessieren, haben wir etwas für Sie:
"forum Eichendorf" - Die Marktgemeinde Eichendorf in Geschichte und Gegenwart
Band 1 der Chronik ist im Rathaus  (Zimmer 1, Kasse) zum Preis von 19,00 € erhältlich - begrenzte Stückzahl!
Aus dem Inhalt: Beiträge zur Marktgeschichte, Marktrechte und zum Festjahr 2014 (750 Jahre Markterhebung).

 

Und hier finden Sie ein paar Daten zusammengefasst:

  • Um 1075:
    Erste urkundliche Erwähnung von Eichendorf, früher "Euchendorf" genannt, in einem Schreiben vom 24. März 1075 von Papst Gregor VII. Darin bestätigt der Papst dem Bischof Altmann von Passau die Schenkung von drei Gehöften und einer Kirche von Eichendorf an das Kloster St. Nikola bei Passau. Die übrige Ortschaft verblieb weiterhin im Besitz der Bischöfe, deren Eigentum sie wahrscheinlich schon seit dem 8. Jahrhundert war.

  • 12. -14. Jahrhundert:
    In dieser Zeit scheint ein Ortsadel ansässig gewesen zu sein. In den Urkunden des Klosters Aldersbach wird 1170 ein Heinricus de Euchendorf als Zeuge und in Urkunden des Klosters St. Nikola von 1334 wird Karl von Euchendorf erwähnt. 1350 erhält Heinrich der Euchendorfer eine Hube des Klosters St. Nikola zu Leibrecht.

  • 1264:
    Erste Erwähnung von Eichendorf als "forum Eichendorf," - Markt Eichendorf - in einem Verzeichnis der Güter und Einkünfte des Hochstifts Passau. Im Jahre 1358 hatte Eichendorf bereits das Recht, drei Jahrmärkte und einen Wochenmarkt abzuhalten, was ein Bestätigungsbrief von Herzog Albrecht enthält.

  • 1334:
    Kaiser Ludwig der Bayer und sein Vetter Herzog Heinrich von Niederbayern trafen sich am 7. Oktober 1334 in Eichendorf zu einem Versöhnungsgespräch.

  • 1504:
    Im niederbayerischen Erbfolgekrieg wurde der Ort stark in Mitleidenschaft gezogen. Als Entschädigung an die Marktbürger zum Wiederaufbau wird von Herzog Wilhelm IV. im Jahr 1512 die Abhaltung eines vierten Jahrmarktes zugesagt.

  • 1639/1648:
    Im 30jährigen Krieg brannten die Schweden den Ort in den Jahren 1639 und 1648 (mit Ausnahme der Kirche) vollkommen nieder.

  • 1835/1848/1850:
    weitere Brände und Vernichtung ganzer Ortsteile.

  • 1896:
    wird Eichendorf zur Pfarrei erhoben. Vorher gehörte der Ort als Expositur zur Pfarrei Dornach.

  • 1904-1906:
    Bau des Gemeindekrankenhauses.

  • 1972-1978:
    Die heutige Gemeinde Markt Eichendorf wurde in den Jahren 1972 - 1978 im Zuge der Gemeindegebietsreform gebildet. Es schlossen sich die ehemaligen Gemeinden Eichendorf, Dornach, Hartkirchen, Reichstorf, Adldorf, Aufhausen, Exing, Indersbach und Teile der Gemeinden Kammern und Rengersdorf zur neuen Einheitsgemeinde zusammen. Abgeschlossen wurde die Gebietsreform zum 1.Mai.1978 mit der Eingliederung der Gemeindeteile Brunnberg, Gneidingerhart, Hiemling, Unterfrauenholz, Wildeneck und Zeitlstadt aus der ehemaligen Gemeinde Ettling.

  • seit 1972:
    Umfangreiche Aufgaben waren in den Folgejahren in Angriff zu nehmen, die sich aus dem Aufgabenkatalog der Gemeindeordnung ergaben und durch die größere Finanzkraft der Großgemeinde  geschultert werden konnten:
    • zentrale Grund- und Hauptschule mit Turnhalle (Einweihung 1974) in Eichendorf mit damals 900 Schülern. Die 10 kleinen Schulstandorte wurden damit aufgegeben.
    • Einstellung des Krankenhausbetriebes, Weiterführung als Altenheim (1979), Altenheimsanierung (1993 – 1995), schließlich Sicherung durch Privatisierung und Neubau eines Seniorenheimes 2010 – Betreiber Arbeiterwohlfahrt.
    • Kontinuierlich wurde die Ausrüstung der 14 Ortsfeuerwehren ergänzt und erneuert; die Feuerwehrgerätehäuser aus- bzw. neu gebaut und 16 Fahrzeuge mittlerweile neu beschafft.
    • Ausbau und stetige Instandhaltung des Straßennetzes – 141 km Orts- und Gemeindeverbindungsstraßen, Geh- und Radwegebau – 22 km.
    • Ausbau der Wasserversorgung von 1986 bis 2002 auf einen Versorgungsgrad von fast 100 %, (der zukunftsweisende Beschluss zum Ausbau der Eigenwasserversorgung auf das ganze Gemeindegebiet erfolgte 1986 allerdings gegen erheblichen Widerstand in der Bevölkerung, die weiterhin Eigenbrunnen betreiben wollten).
    • Ausbau der Abwasserbeseitigung von 1972 bis 2011 auf einen Entsorgungsgrad von fast 88 %; damit verbunden war die Erweiterung der Eichendorfer Kläranlage auf 8.000 Einwohnerwerte in zwei Abschnitten (1994 und 2001) und der Bau der Aufhausener Kläranlage (1989).
    • Erschließung von zahlreichen Siedlungsgebieten nicht nur in Eichendorf, sondern auch in vielen anderen Ortsteilen, um das Bauen am Heimatort zu ermöglichen.
    • Ausweisung und Erschließung von Gewerbegebieten in Eichendorf und Aufhausen (Bauland zu günstigen Preisen; durch die kurze Entfernung zur B 20 und zur A 92 München-Deggendorf ein attraktiver Standort).
    • Steigerung des Freizeitwertes durch den Freibadbau (1976-1977); auch hier wird stetig investiert und nach Verbesserungen gesucht, z. B. wurde 2002 der Parkplatz erweitert und 2008 eine 25 m lange Breitwellenrutsche installiert, 2015/2016 wurde es umfangreich saniert!
    • Seit 1998 wird Eichendorf im Zuge der Städtebauförderung abschnittweise saniert.
    • Sanierung der Ortschaften beim Bau der jeweiligen Ortskanalisation.
    • Dorferneuerungen in Aufhausen (Verfahren 1994 – 2009) und Prunn (Verfahrenseinleitung 2004 ).
    • Eichendorf war 2005 Gründungsmitgliedsgemeinde im XperRegio-Wirtschaftsförderprogramm, aus diesem Zusammenschluss der Gemeinden entstand bei-spielsweise dann 2008 auch das Projekt „XperBike-Radwegenetz“ usw.
    • Im Jahr 2007 wurde die „Gemeindeentwicklung“ ins Leben gerufen, seither agiert der Verein „Gemeindeentwicklung Eichendorf e.V.“ in verschiedensten Bereichen.
    • Der Kindergarten mit Kinderkrippe in Eichendorf wurde 2009 neu gebaut, der Kindergarten in Aufhausen wurde 2014 mit einer Kinderkrippe erweitert.